
/Am Ende kratzen wir auf der Suche danach doch nur den Rost von den Käfigstäben.Meine Welt muss einem Herz ähneln. Das Zentrum des eigenen Organismus und wie durch feinste Spinnenweben aus Gold verbunden mit jedem einzelnen Organ.
Ein isoliertes Kraftwerk, dessen Zahnräder mit jedem Herzschlag schwache Signale an all die Umwelten schicken, die es gleichermaßen am Leben halten.
Oft kommt es jedoch vor, dass die Welt eine Veränderung beschließt und einen Schritt tut, jedoch gleichzeitig an anderen Welten hängt und realisiert, dass sie sich von diesen Lösen muss, um sich bewegen zu können. Im Inneren der Welt bricht Panik aus, Angst vor dem mutmaßlichen Fall stellt sich ein und der Wille nach Veränderung gerät in Vergessenheit, während sich alles wieder beruhigt.
Dann kommt mir manchmal der Gedanke, ich könnte doch all die Goldfäden zerreißen und meine Welt gewaltsam ans Ziel bringen. Aber ich wurde wohl keine drei Schritte setzen können, ehe ich über einen Stein stolpern und für immer liegen bleiben würde, weil ich mit niemandem mehr verbunden wäre, der mir aufhelfen könnte. Ich wäre wohl erst dann stark genug von alleine wieder aufzustehen, wäre ich auch stark genug die Fäden zu zerreißen.
Aus lauter Angst kratze ich weiter an den Käfigstäben, doch vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass ich die andere Seite niemals erreichen werde.
ich liebe deinen Schreibstil und deine ,durch deine Texte ausgedrückten, Gedanken.
AntwortenLöschenSie haben etwas beruhigendes, was einen aber auch irgendwie traurig stimmt.
Eine geborgenheit schenkende Melancholie, welche von ihnen ausgeht.
Es tut immer in bisschen weh sie zu lesen, aber nru soviel, dass man sich für einen kurzen Moment einsam fühlt, bis sich die Welt dann einfach weiter dreht.